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Städtebauliches Konzept

    Das Französische Viertel in Tübingen ist gebaut nach der Idee "Städtische Strukturen statt Siedlungsidylle"

    Aber was bedeutet das konkret?

    Konsequent realisiert wurden die Idee des vielfältigen Miteinanders. Das bedeutet unter anderem eine hohe soziale Mischung. Hier gibt es Wohnungen aller Ausstattungsgruppen, direkt nebeneinander und oftmals im selben Haus. Miteinander bedeutet zudem ein Vorrang des öffentlichen Raums vor der effizienten Nutzung der Verkehrsträger. Viele Baugemeinschaften haben Gemeinschaftsräume z.B. für Kindergeburtstage, das Werkstadthaus übernimmt teilweise die Funktion eines säkularen Gemeindehauses, frei zugängliche Innenhöfe, Plätze und Straßen haben ihren Raum für die Menschen, die sich dort viel und gerne aufhalten.

    Verkehr ist im Französichen Viertel Randerscheinung

    Verkehrstechnisch ist das Französische Viertel ebenfalls auf den Menschen ausgerichtet: Sämtliche wichtige Versorgungseinrichtungen sind fußläufig für alle Bewohner erreichbar. Das Viertel ist durch drei Buslinien im festen 10-Minuten-Takt an die Tübinger Innenstadt und der Eisenbahn angebunden. Geparkt wird an wenigen zentralen Orten im und am Französischen Viertel. Das eigene Auto steht in der Regel nicht direkt vor der Tür. Das führt dazu, dass die Menschen auf den Straßen zu Fuß unterwegs sind, selbst wenn ihr Ziel nicht im Viertel liegt. Eine allgemeine Belebung ist die Folge. Gleichwohl ist jedes Haus direkt mit dem Auto anfahrbar. Große Einkäufe oder schwere Gegenstände können also direkt vor´s Haus gebracht werden. Für Besucher und Gewerbe sind ausserdem auch kostenpflichtige Kurzzeitparkplätze überall verfügbar. Im Ergebnis bleibt das Französische Viertel ein Viertel für die Menschen. Das Auto ist gezähmt, ohne verteufelt zu sein.